„Seit 17 Jahren tingel ich als Karaoke King durch Clubs und Bars. Ich kenn jede miese Absteige zwischen Münster und Mallorca. Ich mach mich zum Horst bei Supermarkteröffnungen in irgendwelchen Provinznestern, die keine Sau kennt... Wenn du lange genug dabei bist, weißt du genau, was dich wo erwartet."

Elias Krenzler tingelt als Karaoke King durch die Clubs, europaweit. Er ist einer von unzähligen Elvis-Imitatoren und er ist manchmal fast so gut wie der King - aber wer ist er selbst? Pünktlich zu Elvis Presleys 75. Geburtstag beschäftigen sich Jens „Enzo" Briskorn und COMMEDIA FUTURA in einer Koproduktion mit der ungebrochen Faszination, die vom King des Rock'n Roll ausgeht. Doch „Surrender" ist mehr als eine Hommage an eine Legende. Es zeigt in einer bewegten Performance mit viel Musik die Identitätssuche eines jungen Menschen aus der Provinz in der Auseinandersetzung mit seinem Idol.

„Ich gehe auf die Bühne, steh da vor den Leuten und sie verstehen es nicht, verstehen nicht, welche Verantwortung in diesem Moment auf mir lastet... Es reicht nicht sich ein billiges Kostüm mit Strassklunkern über die Schwimmringe zu ziehen und Elvis zu spielen. Das ist eine Rolle, die du zu 100 Prozent ausfüllen musst."

Jens Briskorn hat als Protagonist von „Enzos Hoer Bar" bereits eine ganze Reihe großer Musiker von Kurt Cobain bis Jim Morrison porträtiert. Das „Surrender"-Projekt - eine Zusammenarbeit mit COMMEDIA FUTURA - geht einen Schritt weiter. Statt szenischer Lesung mit Musik ein Theaterabend, der die Auseinandersetzung mit dem Idol als ganz persönliche Geschichte entfaltet.


Premiere am 15. Jan 2010,
insgesamt 14 Aufführungen zwischen dem 15. Jan 2010 und 15. Aug 2010

COMMEDIA FUTURA OnTour:
14. Aug 2010 9. European Elvis Festival Bad Nauheim, Germany
15. Aug 2010 9. European Elvis Festival Bad Nauheim, Germany

Ensemble


Idee/Text: Jens „Enzo“ Briskorn
Inszenierung: Wolfgang A. Piontek
Dramaturgie: Peter Piontek
Kostüme: Sabine Mech
Bühne: Wolfgang A. Piontek
Videos: Tosh Leykum
Sounddesign: Christian Decker
Lichtdesign: Wolfgang Denker

Neue Presse | 19.01.2010
Enzo gibt den Elias alias Elvis
von STEFAN GOHLISCH

„Ein Elvis-lmitator auf dem Wege zu sich selbst", sang Max Goldt 1986 zu Foyer-des-Arts-Zeiten in einem Vier-Mi­nuten-Song. Wolfgang Piontek hat aus die­sem Sachverhalt mit Jens „Enzo" Briskorn in der Eisfabrik eine immerhin einstündige Performance gemacht: ,,Surrender - mein Leben als Karaoke-King".

Multimediale Inszenierung, theatrali­scher Sprechtext, Spiel mit den Identitäten - all diese üblichen Commedia-Futura-Zu­taten sind da, und doch handelt es sich eher um eine musikalische One-Man-Show. Briskorn gibt den tingelnden Elvis-lmitator Elias Krenzler, und das gesanglich so ge­konnt, wie er das in seiner Reihe „Enzos Hörbar" schon mit anderen Rocktoten wie Jim Morrison und Kurt Cobain getan hat: „Heartbreak Hotel", ,Love me Tender", ,Viva Las Vegas" ... Ganz Pose, viel Charis­ma, ein wenig Ironie, viel Ehrerbietung.

Die Rolle seines mal überschwänglichen, mal ernüchterten Alter Ego übernimmt Christian-Joachim Goehrmann - kleine Textschnipsel, die den Rest des Lieder­abends zumindest nicht weiter stören. Der erreichbare Erkenntnis-Gewinn hält sich in sehr engen Grenzen, der Spaßfaktor nicht. Wenn Briskorn frisch befeuchtete Schweißtücher an die Damen im Publikum verteilt oder Autogrammkarten in die Halle fließen, ist das schon sehr amüsant. Und es lohnt sich, das Ende des Abspanns abzu­warten.

 

magascene | 08.08.2016
Surrender - Mein Leben als Karaoke King

Gibt man bei Google „Elvis Presley" ein, spuckt die Suchmaschine  17.200.000 Treffer aus. 75 Jahre alt wäre der King of Rock'n'Roll am 8. Januar geworden. Und obwohl Elvis bereits seit über 30 Jahren tot ist, ist die Faszination, die von ihm ausgeht, noch heute ungebrochen. Pünktlich zu seinem 75. Geburtstag setzt sich die Commedia Futura in einer Kopro­duktion mit Jens „Enzo" Briskorn mit der Musiklegende auseinander.  "Surrender -Mein Leben als Karao­ke-King" heißt die Hommage, die am 18. Januar ihre Premiere feierte, ins­zeniert von Wolfgang A. Piontek, ge­fördert vom Kulturbüro und der Re­gion Hannover.  Erzählt wird die Geschichte von Elias  Krenzler, der als Elvis-lmitator durch die  Clubs zwischen Münster und Mallorca tin­gelt. Jens „ Enzo" Briskorn, der die Idee und den Text beisteuerte, übernimmt dabei den gesanglichen Part, Christian-Joachim Goehrmann den schauspielerischen. Seit 17 Jahren macht Krenzler jetzt auf Ka­raoke King, tritt in einschlägigen Bars auf, in Fastfood-Ketten, Möbelhäusern und Al­tenheimen. Und er ist nicht der einzige: Tausende andere eifern ihrem Idol nach.

„Das künstlerische Erbe von Elvis in die Welt tragen, seinem Brennen für die Musik gerecht werden, das ist das Mindeste was ich für den King noch tun kann", philosophiert Krenzler. Dabei hat er sich selbst fast schon komplett aus den Augen verloren, zu sehr ist er gefangen in seiner Rolle . „Ideale“ längst verloren in den verranzten Garderoben der Karaoke-Bars. Frauen? Eine Partnerschaft würde nur funktionieren mit einem "Elvis mit Titten!" Der King ist alles, alles ist der King.

Gesungen wird auch in dieser einstündigen Elvis-Hommage -und das reichlich. Verant­wortlich dafür ist Jens „Enzo" Briskorn. Im schwarzen Hosenanzug, mit aufgeknöpf­tem Hemd, silbern glänzendem Adler auf der Jacke, schmalziger Haartolle und elviseskem Hüftschwung singt er mit viel Verve die Klassiker. "Love me tender" und „Viva Las Vegas" dürfen da genauso wenig fehlen wie „Suspicious Minds" und "Fever". Mal singt Briskorn zum Playback (er ist ja der Karaoke King!), überwiegend becirct er aber mit Live-Gesang das Publikum. Seine Performance sitzt. Dafür und für das siche­re Spiel von Christian-Joachim Goehrmann gibt es nach rund einer Stunde „Elvis-Emotions" viel Applaus. Obgleich: Mehr als ei­ne Annäherung an den King konnte das Stück nicht sein. Mehr wollte es wahrscheinlich auch gar nicht sein.   

 

 

Plakat:
Surrender - Mein Leben als Karaoke King
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