Das Glück ist ebenso flüchtig wie Gefühle und menschliche Beziehungen, wie Liebe oder Freundschaft. Und eben von dieser Flüchtigkeit handelt „Vom Enden der Dinge“.

Der Choreograph Felix Landerer macht die unbarmherzig verrinnende Zeit sichtbar, indem er Tänzerinnen und Tänzer in halsbrecherisch akrobatischer Geschäftigkeit über die Gerüste turnen läßt, die die Bühne bilden.

Und er läßt sie in vielfach variierten Paartänzen von Sehnsucht, kurzem Glück und Trauer erzählen. "Wie ein Melancholiker eine ausgelassen tanzende Gesellschaft aus der Ferne wahrnimmt, schließlich einbezogen wird, sich dann mit aller Gewalt an diesen Moment der Ausgelassenheit klammert, ist das stärkste Bild des etwa einstündigen Tanzabends" (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Landerer hat mit Anja Spitzer, Katharina Wunderlich, Henrik Kaalund und Amando Morais für dieses Stück dasselbe hochgelobte Ensemble aufgeboten wie bei seiner ersten Commedia Futura-Produktion "up to 70 cm". "Packend ist Landerers Tanzsprache, geschmeidige, fließende Bewegungen, innige, verwobene Pas de Deux' und spannungsgeladene Gruppenbilder mit exakt synchronisierten Passagen. In einer hohen, bekletterbaren Kulisse mit Nischen und Ausgängen scheinbar ins Nichts agieren die Tänzer, stellen eindrucksvoll, mitunter fast akrobatisch, Verlust, Alter, Trauer und Tod dar." (Neue Presse)

Bei YouTube ist ein Trailer für das Stück von unserm FSJler Matthias Posth zu sehen: http://youtube.com

Gefördert von: Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Land Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung


Premiere am 30. Mai 2008,
insgesamt 15 Aufführungen zwischen dem 19. Apr 2008 und 28. Jun 2008

Tanz


Idee, Choreographie: Felix Landerer
Musik: Jan Müller
Regieassistenz: Matthias Posth
Videos: Volker Schreiner
Dramaturgie: Peter Piontek
Bühne: Till Kuhnert
Kostüme: Sabine Mech

Neue Presse | 04.06.2008
Landerers getanzte Liebesverluste
von Christian Seibt

Veränderungen, Verlust, Vergänglichkeit: gewichtige Themen für eine Tanzperformance. Als Commedía-Futura-Produktion zeigt Felix Landerer „Vom Enden der Dinge" in der Eisfabrik.

Packend ist Landerers Tanzsprache, geschmeidige, fließende Bewegungen, innige, verwobene Pas de Deuxs und spannungsgeladene Gruppenbilder mit exakt synchronisierten Passagen. In einer hohen, bekletterbaren Kulisse mit Nischen und Ausgängen scheinbar ins Nichts agieren die Tänzer, steilen eindrucksvoll, mit unter fast akrobatisch, Verlust, Alter, Trauer und  Tod dar.
Atem anhalten, als Henrik Kaalund und Armando Morais den Wandel einer Freundschaft tanzen - Annäherung, Zuneigung, Distanz, Anklammern. Eindringlich Anja Spitzers „Solotanz in weiß", doch auch Amüsantes gibts, wie den Liebesmonolog (Kaalund) an die Geliebte (Spitzer) - während er ihr Klebebandmarkierungen für Schönheitskorrekturen setzt. Berührende Bilder, Jubel für die gut einstündige Performance.

Hannoversche Allgemeine Zeitung | 03.06.2008
Glücklos
von Kerstin Hergt

Felix Landerer in der hannoverschen Eisfabrik
 
Trauer währt länger als Glück. Das Glück ist flüchtig, man muss es festhalten. Die Trauer dagegen holt einen immer wieder ein, Felix Landerer setzt sich in seiner neuen Choreografie für die hannoversche Commedia Futura in der Eisfabrik mit diesem Kampf zwischen Lachen und Weinen auseinander. Wie ein Melancholiker eine ausgelassen tanzende Gesellschaft aus der Ferne wahrnimmt, schließlich einbezogen wird, sich dann mit aller Gewalt an diesen Moment der Ausgelassenheit klammert, ist das stärkste Bild des etwa einstündigen Tanzabends unter dem Titel „Vom Enden der Dinge“.
Armando Morais umschlingt Henrik Kaalund so kraftvoll, dass er dessen Lachen förmlich erstickt. Diese Sequenz ist atmosphärisch dicht, spitzt sich mit jedem Schritt der Tänzer dramatisch zu und sorgt so für Spannung. Im Ansatz hat diese Geschichte das Potenzial, den ganzen Abend zu tragen. Doch Landerer belässt es bei dem kurzen Ausschnitt und strickt darum herum andere Duette und Solis, die alle möglichen Formen von Beziehungsgeflechten thematisieren, dabei aber trotz einiger gewagter Kletterpartien am Bühnengerüst belanglos sind.
Katharina Wunderlich und Anja Spitzer vervollständigen das Quartett, das sich bereits in Landerers früheren Choreografien durch Ausdruckskraft und Athletik ausgezeichnet hat. Die Commedia Futura hat mit Landerer und seinen vier Tänzern seit vergangenem Jahr ein Ensemble, von dem man sich mehr für eine innovative freie Tanztheaterszene in dieser Stadt wünschen würde. Obwohl „Vom Enden der Dinge“ nicht ganz so geglückt ist, bezieht sich der Titel des Stücks hoffentlich nicht auf Landerers Arbeit in Hannover.

Video

Plakat:
Vom Enden der Dinge
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