SCHIELE-Projekt - Doppelprogramm von und mit Commedia Futura und Ferenc Fehér

Ferenc Feher - SCHIELE // COMMEDIA FUTURA & Ferenc Fehér - Wally&Egon - Running wild

Das Schiele-Projekt von COMMEDIA FUTURA - eine tanztheatrale Auseinandersetzung mit dem expressionistischen Maler, der wie kein anderer seiner Zeit den Körper in den Mittelpunkt seines Schaffens stellte - begann 2020 mit einer intensive Solo-Studie des ungarischen Tänzers und Choreographen Ferenc Fehér im Auftrag der EISFABRIK. Im vergangenen Jahr folgte die Koproduktion „Wally&Egon - Running wild“. Wir zeigen aus Anlaß des 40jährigen Jubiläums von COMMEDIA FUTURA zum Abschluß der tanzOFFensive 2022 beide Stücke erstmals an einem Abend.

Ferenc Feher / SCHIELE

Knochig, kantig, verdreht. Sich haltlos windend im Raum zwischen Lust und Schmerz, Erotik und Tod – Egon Schieles Bilder zeigen die existentielle Krise des Subjekts in Zeiten großer Umbrüche und exponieren auf voyeuristische Weise den menschlichen Körper in irritierenden Posen. Der Fokus hier ist der männliche Akt, der bei Schiele androgyn, selbstquälerisch und nicht selten Symbol für die Passion Christi in der Tradition mittelalterlicher Pietà Darstellungen ist. Ferenc Fehér zitiert die anatomischen Verfremdungen und Fragmentierungen Schieles, die die Zersplitterung des Individuums zum Ausdruck bringen und setzt den Maler zwischen Märtyrer, Prophet und Erlöser bizarr in Szene.

Eine Koproduktion mit der EISFABRIK Hannover

COMMEDIA FUTURA & Ferenc Fehér /  Wally&Egon - Running wild

Eine Geschichte, ein Lebensabschnitt. Die Geschichte einer Beziehung, die die Geschichte von Bildern ist. Bilder, die sich verflüssigen, tanzen lernen. Gesten, Körper, die zu erzählen beginnen. Energetische Zustände eines Lebens, das so nicht weitergehen sollte. Lust, Glück und Schmerz und was dazwischen alles Platz hat.

1911 lernt Egon Schiele die vier Jahre jüngere Wally (Walburga) Neuzil kennen, mit der er erst ins böhmische Kruman und später in das Städtchen Neulengbach zieht. Sie war sein Modell, seine Muse, Geliebte und Gehilfin. Er verläßt sie 1915, um Edith Harms zu heiraten. Damit enden vier intensive Jahre, die entscheidend für die künstlerische Entwicklung des Malers waren.

In der Beziehung und Konfrontation mit Wally wird Schiele der Maler, als der er aus seiner Zeit heraussticht. Seine Bilder sind schon Tanz, könnte man sagen, auf jeden Fall sind sie eminent körperlich, unkonventionell, extrem. Auch weil Wally es ist. Sie bleibt nicht nur passives Modell, sondern fordert den Maler heraus. Aus dem alten Thema vom Maler und seinem Modell, wird das des Modells und ihrem Maler. Der ungarische Choreograph Ferenc Fehér und Regisseur Wolfgang A. Piontek variieren das Thema mit dem Ziel, Schieles Welt - sein Wesen und sein Schaffen in eigenen Bildern zu spiegeln, durch Bewegung und Tanz.

 

Gefördert von der Landeshauptstadt Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der EISFABRIK aus Mitteln einer Konzeptionsförderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und des EISFABRIK-Freundeskreises.

Die tanzOFFensive 2022 wird gefördert vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der S Hannover Stiftung, dem Stadtbezirksrat Südstadt-Bult und wird unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

 

 

 

Ensemble


SCHIELE:
Idee, Tanz, Bühne, Musik: Ferenc Fehér
Choreographie: Ferenc Fehér und Judit Simon; Beratung: Ildikó Mándy
Licht: Dávid Kovácsovics

WALLY&EGON - Running wild:
Tanz: Jakub Pewinsky und Karolina Paczkowska
Choreographie: Ferenc Fehér
Regie, Bühne: Wolfgang A. Piontek
Dramaturgie: Inka Grund und Peter Piontek
Musik: Mo Heidrich
Lichtdesign: Jörg Finger
Videos: Volker Schreiner
Kostüme: Sabine Mech

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Kontakt

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Seilerstraße 15F
30171 Hannover
T (0511) 81 63 53
theater@commedia-futura.de

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