Am Sonntag 1. März 2026 findet eine Veranstaltung zu Leben und Werk der Tänzerin und Tanzpädagogin Manja Chmièl (1922–2006) statt. Im Mittelpunkt steht die Buchvorstellung der Biografie
„Manja Chmièl – Rebellin des Neuen Tanzes“
von Irene Sieben, erschienen im Drachenverlag Klein Jasedow (Matthias Fersterer), herausgegeben vom Deutschen Tanzarchiv Köln und der Tanzstiftung Manja Chmièl.

Manja Chmièl gehörte als Assistentin von Mary Wigman in den 1950er und 1960er Jahren in Berlin zu den radikalen Neuerinnen des zeitgenössischen Tanzes. Seit den 1970er Jahren unterrichtete sie bis zu ihrem Tod in ihrem eigenen Studio in Hannover und prägte mit ihrer Arbeit zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer.

Die Autorin Irene Sieben, Tänzerin, Feldenkrais-Practitioner und Journalistin, war Schülerin und Assistentin Manja Chmièls während ihrer Berliner Zeit. In der Lesung verbindet sie biografische Recherche mit der Perspektive der Zeitzeugin.

Ein historischer Tanzfilm des Deutschen Fernsehens (SFB) von 1962 ist Teil der Veranstaltung. Der Film zeigt ein Interview des Literaturwissenschaftlers Walter Höllerer mit Manja Chmièl sowie drei ihrer Tänze und eine Choreografie für die Gruppe Neuer Tanz Berlin, aufgenommen in ihrem damaligen Studio in der Fasanenstraße 23, dem heutigen Literaturhaus Berlin.

Die Dresdner Tänzerin Anna Till erweckt drei Soli Manja Chmièls neu zum Leben:
„Von außen bewegt“, „Rhythmus und Gesang“ sowie den Tanz mit Reifen „ Unter den Sternen“.

Der Kinetograph Thomas Schallmann berichtet im Rahmen der Lesung von der gemeinsamen Rekonstruktion des Drehtanzes „Unter den Sternen“mit Manja Chmièl und dessen Übertragung in Labanotation, die im Buch dokumentiert ist. Er moderiert die Veranstaltung und die abschließende Gesprächsrunde.

Die Veranstaltung ist kostenlos, Spenden an die Tanzstiftung sind willkommen!


Mitwirkende:
Lesung: Irene Sieben
Tanz: Anna Till Moderation: Thomas Schallmann

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