Am 6. August jährt sich der Tag des Atombombenabwurfs auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima zum 75. Mal.

Die Bilanz des ersten Einsatzes einer Atombombe war verheerend. Der Feuerball mit einer Temperatur von 6000 Grad Celsius verbrannte alles. 100.000 Menschen starben unmittelbar, weitere 130.000 bis Ende 1945 an den Folgeschäden, viele weitere in den Jahren danach.


Seitdem schwebt die Gefahr eines Atombomben-Einsatzes wie ein Damoklesschwert über der Menschheit. Denn mittlerweile verfügen 9 Staaten über Atomwaffen, darunter auch Länder wie Nordkorea, Pakistan und Indien, die sich mit Nachbarstaaten in einer permanenten politischen Konfliktsituation befinden. Auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten wie Italien, der Türkei, Belgien und die Niederlande sind immer noch Atomwaffen stationiert, obwohl der Bundestag bereits vor 10 Jahren den Abzug der letzten US-Atomwaffen aus Deutschland gefordert hat. Und nicht zuletzt haben Tschernobyl und Fukushima auch die Risiken des zivilen Einsatzes von Atomkraft deutlich gemacht.

Grund genug, anläßlich des 75. Jahrestages des Atombombenabwurfs auf Hiroshima der Stadt und der Opfer zu gedenken und sie mit einer Veranstaltungsreihe zu würdigen. Erstmalig haben sich dazu in der EISFABRIK mehrere Kulturveranstalter zusammengetan, um die Synergie dieses einmaligen hannoverschen Kulturraumes zu nutzen.

Sie geben den Opfern Gesicht und Stimme wie in der Fotoausstellung »Black Rain Hibakusha – die vergessenen Opfer von Hiroshima« von Thomas Damm in der Fotogalerie GAF oder der Lesung der Gruppe Poesie in der Aegidienkirche.
Oder widmen sich in freien künstlerischen Arbeiten verschiedenen Aspekten des Themas wie in der Ausstellung »Humanität in der Bildenden Kunst? Hiroshima 75 Jahre danach« in der Weissen Halle und im Tanztheaterstück ZERO von COMMEDIA FUTURA – einer Reise zum Nullpunkt mit den beiden japanischen Tänzerinnen Minako Seki und Yumiko Yoshioka in der Inszenierung von Wolfgang A. Piontek. Der Film »Barfuß durch Hiroshima«
rundet das Programm ab.

»Kunst hat die Aufgabe wachzuhalten, was für uns Menschen so von Bedeutung und notwendig ist.« Dieses uralte Zitat stammt von Michelangelo, hat aber über die Jahrhunderte nichts von seiner aktuellen Bedeutung eingebüßt. Und es gilt in besonderem Maße für das Gedenken an die Schrecken von Hiroshima.

Das alles wäre nicht machbar ohne die Unterstützung der Stiftung Niedersachsen und des Kulturbüros der Stadt Hannover. Ihnen gilt unser besonderer Dank!

Das Projekt zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die Städte Hiroshima und Nagasaki ist eine Kooperation der EISFABRIK mit der GAF (Galerie für Fotografie), dem Verein zur Förderung und Durchführung für Kunstprojekte und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Hannover Chado-Kai.



Die EISFABRIK wird als Spielstätte von der Landeshauptstadt Hannover gefördert

 

2 Klicks für mehr Datenschutz: Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, wird der Button des sozialen Netzwerks aktiv und es werden Informationen an Facebook, Twitter oder Google in die USA übertragen und unter Umständen auch dort gespeichert.

Kontakt

COMMEDIA-FUTURA
Seilerstraße 15F
30171 Hannover
T (0511) 81 63 53
theater@commedia-futura.de

Bürozeiten: Mo-Mi 10–16 Uhr

eisfabrikAnreise (Google-Maps)

Mitglied

freies-theater-hannover

laft