»Zwischen Irrsinn und Verstand« heißt dasvon Wolfgang A. Piontek großartig inszenierte »multimediale Szenario«, das eigentlich ein Solo und doch Teamarbeit ist. (Hannoversche Allgemeine Zeitung)

Stammheim 1977: Ulrike Meinhof ist tot, die übrigen RAF-Terroristen der “ersten Generation“. Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin sind zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Isolation ihrer Zelle beginnt Gudrun Ensslin zu reden, schreit ihre Empörung und Verzweiflung heraus, ihre Anklage gegen eine Gesellschaft, die dem Vietnamkrieg tatenlos zusieht und auf dem Elend der Dritten Welt den eigenen Wohlstand gründet. Und sie erinnert sich: An das Elternhaus und die eigene bürgerliche Vergangenheit.

So sieht es die Textvorlage von Christine Brückner, der Monolog »Kein Denkmal für Gudrun Ensslin«. Erweitert um die Originalzitate der RAF-Mitglieder und andere Zeitdokumente entsteht ein experimentelles Szenario, das einen wichtigen Abschnitt unserer jüngsten Vergangenheit als makaberes Spiel zwischen rationaler Auseinandersetzung und mörderischem Irrsinn erscheinen läßt. Der Text ist eingebettet in traum- bis alptraumhafte Bewegungssequenzen. Außerdem arbeitet Commedia mit Toncollagen und Projektionen.

Zwischen Wahn und Wirklichkeit, zwischen gesellschaftlicher Auseinandersetzung und Terror: der Mensch – als Opfer, auch wenn er als Täter in die Analen der bundesrepublikanischen Geschichte eingegangen ist, wie im Fall Gudrun Ensslins. Um ihr Ende in der Stammheimer Gefängniszelle dreht sich »Zwischen Irrsinn und Verstand«, ein multimediales Zeitszenario in der Inszenierung von Wolfgang A. Piontek mit Martina van Boxen in der Hauptrolle.


Premiere am 15. Mai 1992,
insgesamt 12 Aufführungen zwischen dem 15. Mai 1992 und 07. Jun 1992

Ensemble


Konzept: Gruppe
Inszenierung: Wolfgang A. Piontek
Bühne: Arno Kindermann
Kostüme: Martina Veenhoven
Musik: Gerd Jacob
Lichtdesign: Wolfgang Denker

Plakat:
Zwischen Irrsinn und Verstand
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