Eine Expedition ganz besonderer Art ...
(Neue Presse)

... immer wieder Bilder, die verwildern. (HAZ)

Das Thema Schweiz bildet den Ausgangspunkt einer individuellen (Traum)-Reise, in der sich assoziativ Träume mit Alltagshandlungen und subjektiven Reisemotiven mischen.

Am Anfang ist das Dunkel der Bühne, aus dem sich der “Monte Sacre“ erhebt, der für das Publikum und die zunächst noch ungeformten Akteure zur Projektionsfläche von Fakten, Bildern und Unterbewußtsein wird. Begleitet von den Geräuschen der in den Züricher See eintauchenden Ruder schleust der “Monte Sacre“ die Spieler in ihre “Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt“. Es erwartet sie ein Ort ohne Geheimnis, die Magie hat ihn verlassen, weil sie ihn ohne Geheimnis fand. “Wir gehen nicht gern dorthin, doch lieber als anderswohin, und wir tun es mit stiller Verwunderung ... fast wie im Traum.“

Die Entdeckungsreise in die Stille des eigenen Ichs zwingt die Akteure zum Durchleben ihrer individuellen Erinnerungen, Einsamkeitsgefühle und Sehnsüchte, wobei die Konturen des äußeren Reisezieles zunehmend verschwimmen. Nur zeitweise bricht der Alltag mit seinen Anforderungen in den “Traum“ der Reisenden ein. Am Ende wird der Weg zu einem unentrinnbaren Kreis der eigenen Existenz mit den Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

Premiere am 8. November 1984, 20 Uhr im
Sprengel-Museum Hannover


Premiere am 08. Nov 1984,
insgesamt 1 Aufführungen zwischen dem 08. Nov 1984 und 08. Nov 1984

COMMEDIA FUTURA OnTour:
08. Nov 1984 Schweizer Szene - Einblicke und Kunstgriffe/ Sprengelmuseum Hannover

Ensemble


Konzept: Wolfgang A. Piontek,Michael Habelitz
Inszenierung: Wolfgang A. Piontek,Michael Habelitz
Choreographie: Gruppe
Bühnenbild: Frank Fuhrmann, Michael Habelitz, Wolfgang A. Piontek
Kostüme: Gruppe
Musik: Matthias Gawriloff
Projektionen: Michael Habelitz, Wolfgang A. Piontek
Lichtdesign: Frank Fuhrmann

Neue Presse | 30.11.-0001
Ereignisloser Eiertanz auf der Suche nach einem Etwas - Commedia Futura Eigenproduktion im Sprengel-Museum
von Claus Lingenauber

Eine Expedition ganz besonderer Art fand am Donnerstagabend im Sprengel-Museum statt: Die hannoversche Commedia Futura stellte ihre eigens für die „Schweizer Szene“ erarbeitete Eigenproduktion „Arrivee - Depart“ vor. Rund uni eine Pyramide, den heiligen Berg Montana Sacre symbolisierend, wurde versucht, in die „Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt“ vorzudringen. Über eine viertel Stunde lang werden Dias auf die weiße Bühne projiziert, werden Daten, Fakten und Assoziationen über die Schweiz aus dem Off gesprochen, wird das Lieblingsthema des Schweizer Schriftstellers Max Frisch, die Indentität, problematisiert. Einzelne synthetische Töne verdichten sich zu einem lauten Geräuschpegel. Ich weiß nicht recht: Soll's Verkehrslärm, soll’s das Plätschern von in den Zürcher See eintauchenden Rudern sein. Dann erscheinen vier Gestalten auf der Bühne, vollführen reduzierte, roboterhafte Bewegungen: Der Mensch Ist hin, die Suche nach dem eigenen Ich ein Eiertanz. „Wer nicht vorwärtskommt, ist verkehrt geflüchtet“, sagt eine der Spielerinnen. Viel passiert nicht, diese an den Nerven zerrende Ereignis-losigkeit scheint zum Konzept zu gehören. Ich langweile mich. Ab und an erklingen wieder Seelen-Zustandsbe-schreibungen aus dem Off. Die Akustik ist gut. Der Paß, dieses imaginäre, zu überwindende Etwas (Schwelle zu einer besseren Welt?) wird nicht bezwungen. Man bewegt sich im Kreis. Und das eindreiviertel Stunden lang. „Arm ist die Zukunft dran, wenn die Vergangenheit seßhaft wird“, kommt ein kurzer Monolog von der Bühne. Dann taumeln die Akteure wieder. Die Sehnsucht nach der Außenweit macht sich in mir breit. Zum Schluß herrscht Irritation. Es dauert länger als nur eine Schrecksekunde, bis sich erste Hände zum Klatschen regten und andere mitrissen.

Plakat:
Arrivée - Départ
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